
Mit seinem internationalen Projekt „Stolpersteine“ will der Kölner Künstler Gunter Demnig an die Vertreibung und Vernichtung aller Juden, der Sinti und Roma, aller politisch Verfolgten, der Homosexuellen, der Zeugen Jehovas und an alle Euthanasieopfer erinnern. Im Jahr 1993 wurde die Idee geboren, im Jahr 2000 der erste Stolperstein in Deutschland verlegt.
Die kleinen „Stolpersteine“ mit gravierter Messingplatte, eingelassen in das Straßenpflaster vor der letzten Wohn- oder Wirkungsstätte des jeweiligen Opfers, sollen ganz individuell an jene Menschen erinnern, die von den Nazis ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Freitod getrieben wurden.
Bad Kissingen hat sich 2008 mit einer eigenen Initiative diesem internationalen Kunstprojekt angeschlossen.
Am Mittwoch, den 22. September 2010, wird es von 9:00 Uhr bis ca. 11:30 Uhr die dritte Stolpersteine-Verlegeaktion in Bad Kissingen geben. Neben 11 anderen Steinen soll dabei auch der Stolperstein für Willi Löwenthal (1928-??) verlegt werden, für den der KJR die Patenschaft übernommen hat.