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Sexuelle Gewalt

Gegen sexualisierte Gewalt in der Jugendarbeit
Seriöse Schätzungen, die sich auf Dunkelfelderhebungen stützen, gehen davon aus, dass jedes vierte bis fünfte Mädchen und jeder siebte bis zwölfte Junge Opfer sexueller Gewalt wird. Knapp zwei Drittel der sexuellen Übergriffe finden im sozialen Nahraum der Kinder und Jugendlichen statt, in Familien, Schulen, Kirchen und Verbänden. Die Täter gehen in der Regel strategisch vor, sie suchen die Nähe von Kindern und Jugendlichen und erschleichen sich ihr Vertrauen genauso wie das der Erwachsenen. Die Kinder- und Jugendarbeit mit ihrer offenen Struktur bietet Täter/-innen für dieses Vorgehen viele Ansatzpunkte. Wir müssen deshalb damit rechnen, dass wir sowohl Opfer als auch Täter-/innen unter uns haben.
Gute Kinder- und Jugendarbeit nimmt die Verantwortung für die ihr anvertrauten Kinder und Jugendlichen wahr und tut ihr Möglichstes, um sie vor Schaden zu bewahren. Wer weiß, was zu tun ist, wenn ein Mitarbeiter, ein Kind oder Jugendlicher etwas beobachtet, das ihm seltsam vorkommt? Oder wenn ein Kind selbst Opfer wurde? In solchen Fällen ist eine vertrauenswürdige Person hilfreich, die sich in den Strukturen der Jugendarbeit auskennt, das Gesagte ernst nimmt und dafür sorgt, dass etwas zur Gefahrenabwehr geschieht ohne mit blindem Aktionismus alles schlimmer zu machen. Die Verantwortung für die Prävention sexueller Gewalt kann mithilfe von Vertrauenspersonen nach Innen präsent gehalten werden und nach Außen kann ein klares Zeichen zum offensiven Umgang mit dem Thema gesetzt werden.

Vertrauenspersonen
Der KJR Vorstand hat 2009 zwei Vertrauenspersonen benannt und damit begonnen sich dem Thema der sexualisierten Gewalt zu widmen.
Judith Lütt, Beisitzerin (BDKJ) und Martin Pfeuffer (Geschäftsführer KJR) stehen euch persönlich für eure Fragen aber auch für Schulungsveranstaltungen für eure Verbände zur Verfügung.

Judith Lütt (0971/78530793; Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. )

Martin Pfeuffer (0971/8017014; Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. )

Für wen wir da sind:
• Mitglieder, Mitarbeiter/-innen, Jugendleiter und Leitungskräfte in Jugendverbänden, die einen konkreten Verdacht oder auch nur eine ungute Vermutung haben
• für Kinder und Jugendliche, die selbst Opfer oder Zeugen von Grenzverletzungen wurden, bzw. deren Eltern
•  Mitarbeiter/-innen von externen Fachberatungsstellen und Institutionen

Unsere Aufgaben:
• Vertrauensperson sein, bei konkreten oder vagem Verdacht, bei Fragen zum Thema und bei konkreten Fällen
• Beratung und Begleitung der Betroffenen bei den ersten Schritten und Entscheidungen
•  Beratung der betroffenen Stellen und Verbände
• Einbeziehung von Fachberatungsstellen in den weiteren Prozess
• Dokumentation der Vorfälle und des jeweiligen Vorgehens

Neben der konkreten Unterstützung von Personen zählt zu unseren Aufgaben:
• Kontakt zu Fachberatungsstellen zu pflegen, um im Bedarfsfall schnelle Hilfe v.a. für die Betroffenen organisieren zu können.
• Vernetzung mit den bayernweit benannten Vertrauenspersonen
• Prävention von sexualisierter Gewalt, durch die Mitarbeit bei Veranstaltungen zum Thema sowie durch Information und Öffentlichkeitsarbeit innerhalb des KJR.

 

KJR Bad Kissingen

Geschäftsstelle Bad Kissingen
Klosterweg 13
97688 Bad Kissingen / Hausen

Telefon: 0971/801-7014
Telefax: 0971/801-7011
Email:
kjr@landkreis-badkissingen.de

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